
Auf der Zukunftskonferenz 2026 von automotiveland.nrw kamen Vertreter:innen aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zusammen, um Perspektiven für eine zukunftsfähige Zuliefererindustrie in NRW zu diskutieren.
Im Zentrum der Konferenz stand die Rolle der Automobilzulieferer als wirtschaftliches Rückgrat der Region. Ihre industrielle Erfahrung, technologische Kompetenz und Innovationskraft bleiben zentrale Stärken.
Internationale Perspektiven ergänzten die Diskussion und lieferten wertvolle Einblicke in globale Herstellerstrategien und Marktverschiebungen. Gleichzeitig wurden die Herausforderungen der Branche offen benannt, von der Ladeinfrastruktur über Cybersicherheit bis hin zur Qualifizierung von Beschäftigten.
Ferry M. M. Franz (ADAC Westfalen e.V.) lieferte eine realistische Einordnung aktueller Mobilitätstrends, während Alexander Jess (VDIK) die Situation internationaler Hersteller in Deutschland beleuchtete. Prof. Dr. Jan Philipp Buechler (FH Dortmund) zeigte auf, wo für den Mittelstand neue Wachstumsfelder entstehen können.
Politische Rückendeckung erhielt der Veranstaltung durch Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen. In ihrem Beitrag machte sie deutlich, dass das Land den Transformationsprozess weiterhin aktiv unterstützen will und dabei auf die Zusammenarbeit mit starken regionalen Akteur:innen setzt.
Am Nachmittag rückten Workshops konkrete Handlungshebel für die Transformation in den Fokus. Deutlich wurde: Technologische Innovation allein reicht nicht. Sie benötigt organisationale und soziale Antworten.
Im Workshop „Neue Kunden, neue Märkte: international, europäisch, regional – konkrete Wege für Automotive-Zulieferer“, moderiert von Markus Schroll (TRAIBER.NRW), wurde diskutiert, wie Zulieferer mithilfe realistischer Auswahlprozesse und pragmatischer Kooperationsmodelle neue Kunden und Märkte erschließen können.
Stephan Alexander Vogelskamp und Uwe Fritsch (automotiveland.nrw e.V.) führten mit ihrem Impuls in die Thematik ein und skizzierten zentrale Ursachen der aktuellen Krise der Automobilindustrie sowie mögliche Handlungsansätze.
Internationale Perspektiven ergänzten den Austausch: Jörg Müller (Müller@Company) beleuchtete Marktchancen für KMU in Indien, Andrea Höcker (China International Investment Promotion Agency) stellte Kooperationsmöglichkeiten mit China vor und Dagobert Hartmann (Mutabor) gab Einblicke in erfolgreiche Marktpositionierungen auf dem chinesischen Markt.
Im Anschluss gingen die interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops in eine vertiefte Diskussion und erarbeiteten gemeinsam konkrete Ansatzpunkte und Handlungsoptionen für die Automotive-Zulieferer.
Die Konferenz bestätigt, wie wichtig Austauschformate, Vernetzung und praxisnahe Impulse für den Wandel der Industrie sind. Transformation entsteht nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel starker Netzwerke wie automotiveland.nrw, innovativer Projekte wie TRAIBER.NRW und engagierter Akteur:innen.