
Wie gelingt die Transformation der bergischen Automobilzulieferindustrie? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Jahresveranstaltung von TRAIBER.NRW am 14. Oktober 2026 in der Alten Maschinenhalle des Gründer- und Technologiezentrums in Solingen. Mit 95 Anmeldungen brachte die Veranstaltung Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und regionalen Netzwerken zusammen, um Herausforderungen zu diskutieren, Lösungsansätze kennenzulernen und Perspektiven für die weitere Transformation zu entwickeln.
Die Beiträge machten deutlich: Transformation ist weit mehr als technologischer Wandel. Sie erfordert strategische Weitsicht, neue Kompetenzen, eine veränderungsbereite Unternehmenskultur und die Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure. Im Mittelpunkt standen Fragen der Unternehmensführung, der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI), die Qualifizierung von Beschäftigten und die Gestaltung geeigneter Rahmenbedingungen.
Transformation größer denken
Dr. Michael Krause vom Institute for Technologies and Management of Digital Transformation (TMDT) der Bergischen Universität Wuppertal stellte die Frage, wie sich die Transformation der bergischen Automobilindustrie wirksamer unterstützen lässt. Unter dem Titel „Transformation leicht gemacht“ gab er Einblicke in die bisherigen Erfahrungen von TRAIBER.NRW und zeigte auf, wo weitere Ansatzpunkte für die regionale Transformation liegen.
Dabei betrachtete er drei Ebenen: die Region, die Unternehmen und die Beschäftigten. Auf regionaler Ebene haben Strategiedialoge neue Konstellationen für den Austausch zwischen Akteuren ermöglicht und konkrete Maßnahmen für eine gemeinsame Transformationsstrategie hervorgebracht. Krause machte jedoch deutlich, dass eine Strategie allein nicht ausreicht: Die Akteure des regionalen Automotive-Netzwerks müssen ihre Zusammenarbeit weiter intensivieren und bestehende Grenzen zwischen Organisationen überwinden.
Fazit: Transformation größer denken! Regionale Akteure müssen Silodenken überwinden, Unternehmen neue Märkte und Geschäftsmodelle kreativer erschließen und Beschäftigte den Wandel stärker als Chance begreifen. Zugleich sollte das Transformationsnetzwerk gezielt um Akteure aus anderen Branchen erweitert werden, um zusätzliche Perspektiven und Kompetenzen einzubringen.