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Transformation gemeinsam gestalten: Impulse von der Jahresveranstaltung TRAIBER.NRW 2026

Wie gelingt die Transformation der bergischen Automobilzulieferindustrie? 

Diese Frage stand im Mittelpunkt der Jahresveranstaltung von TRAIBER.NRW am 14. Oktober 2026 in der Alten Maschinenhalle des Gründer- und Technologiezentrums in Solingen. Mit 95 Anmeldungen brachte die Veranstaltung Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und regionalen Netzwerken zusammen, um Herausforderungen zu diskutieren, Lösungsansätze kennenzulernen und Perspektiven für die weitere Transformation zu entwickeln.

Die Beiträge machten deutlich: Transformation ist weit mehr als technologischer Wandel. Sie erfordert strategische Weitsicht, neue Kompetenzen, eine veränderungsbereite Unternehmenskultur und die Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure. Im Mittelpunkt standen Fragen der Unternehmensführung, der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI), die Qualifizierung von Beschäftigten und die Gestaltung geeigneter Rahmenbedingungen.

KI und Automatisierung strategisch einsetzen

Prof. Dr.-Ing. Clemens Faller von der Hochschule Bochum stellte die Potenziale von Künstlicher Intelligenz und Automatisierung für die Produktionsplanung vor. Diese verbindet Kundenaufträge mit verfügbaren Maschinen, Materialien und personellen Kapazitäten. Digitale Informationen, Optimierungsverfahren und KI können dabei helfen, Produktionsabläufe effizienter zu gestalten, Liefertermine einzuhalten und bei Störungen schneller auf veränderte Bedingungen zu reagieren.

Anhand konkreter Anwendungsfelder zeigte er, wo Unternehmen ansetzen können: von einer verlässlichen digitalen Datenbasis über die Berücksichtigung des Energieverbrauchs in der Produktionsplanung bis hin zur KI-gestützten Prognose von Prozesszeiten und der kurzfristigen Neuplanung bei Maschinenausfällen. Weitere Potenziale liegen im KI-basierten Forecasting, in der Standardisierung von Engineering-Prozessen sowie in der Simulation von Produktionsabläufen. Voraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung ist, zunächst den digitalen Reifegrad des eigenen Unternehmens zu bestimmen und bestehende Potenziale systematisch zu identifizieren und zu priorisieren. Wie sich KI und Automatisierung praktisch erproben lassen, veranschaulichte er zudem anhand der Lernfabrik der Hochschule Bochum, in der industrielle Technologien und konkrete Anwendungsfälle untersucht werden können.

Fazit: KI und Automatisierung bieten vielfältige Möglichkeiten, die Produktionsplanung flexibler und effizienter zu gestalten. Entscheidend ist, nicht möglichst viele Technologien einzuführen, sondern die individuellen Potenziale des Unternehmens zu erkennen, klare Prioritäten zu setzen und schrittweise konkrete Lösungen umzusetzen. 

Die Präsentationen der Referierenden stehen hier zum Download bereit: Sie bieten vertiefende Einblicke in die vorgestellten Erke (1.58 MB)
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